Archive for September, 2004

Zwei Tips für Webdesigner

Donnerstag, September 30th, 2004

Zwei Tips für Webdesigner

1.) Ich möchte Die kostenlose Extension für Dreamweaver MX (auch 2004) von UsableNet Inc. Vorstellen: die Accessibility Suite für W3C/WCAG.
Dieses Programm fügt neue Reports des Testes der Zugänglichkeit nach den Richtlinien, die von der W3C/WAI definiert wurden (Priorität 1 WCAG 1,0 und Priorität 2), sowie eine aktualisierte Version des UsableNet Section 508 Accessibility Test in das Dreamweaver Menü ein.

Die Extension kann man sich [externer Link:] hier downlaoden.

2.) Die Webseite w3schools.com erklärt in einem [externer Link:] Tutorium, wie man eine Stylesheet speziell für den Aural-Reeder anlegt und benutzt. Mir war bsiher nicht bewusst, das man als Webdeveloper entscheiden kann, ob die Stimme des Reeders mänlich oder weiblich klingen soll.

Ausgewählte Linktips zum Thema Barrierefreiheit

Dienstag, September 28th, 2004

Projekt der Aktion Mensch e.V:
http://www.einfach-fuer-alle.de/

Hompage des KnowWare Buches zum Thema:
http://www.barrierefreies-webdesign.de/

Zugangsrichtlinien des W3C Konsortiums in Deutsch:
http://www.w3c.de/Trans/WAI/webinhalt.html

WAVE 3.0 Accessibility Tool Validator (english)
http://www.wave.webaim.org/index.jsp

BIK Projekt des Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
http://www.bik-online.info/

Der Biene Award (wichtigster Preis zum Thema)
http://www.biene-award.de

Stiftung digitale Chancen (Wissensportal)
http://www.digitale-chancen.de

Landesgleichstellungsgesetz in Niedersachsen

Montag, September 27th, 2004

Nach meinem Kenntnisstand gibt es in Niedersachen seit dem 2. September 2002, einen Gesetzentwurf (von der damaligen SPD Regierung in Anlehnung an das Bundesgesetz verfasst), der im Prinzip auch von der jetzigen CDU Regierung mitgetragen wird, aber mit der Umsetzung wird wohl aus Kostengründen sehr gezögert. Für Behörden, Kommunen und Gebietskörperschaften stellt es sich für mich so da, das es keine verbindliche Regelung auf Landesebene gibt. Ich versuche heute in einem Telefonat mit Herrn Karl Finke (Behindertenbeauftragter des Landes Niedersachsen) zu klären, wann mit einer eventuellen Verabschiedung zu rechnen ist.

Externer Link: Zum Stand der Gesetzgebung in den einzelnen Ländern

[Update]
Laut Aussage von Herrn Finke liegt in Niedersachsen noch nicht einmal ein parlamentarischer Gesetzentwurf dem Kabinett vor. Wir sind „Meilenweit von der nordrhein-westfälischen Situation entfernt.“

Die Richtlinie der WAI und die BITV

Freitag, September 24th, 2004

Die in Deutschland gültige Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) ist entstanden auf Grundlage der Empfehlungen der Web Accessibility Initiative (WAI), welche wiederum eine Initiative des World Wide Web Consortiums (W3C) ist.

Es hilft also sich folgende weitergehende Information anzusehen:

Texte und Richtlinien des W3C (engl.): www.w3.org/TR

Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung BITV (deutsch): www.wob11.de/gesetze/bitv.html

Deutsche Übersetzung der WAI Checkliste (deutsch):
www.w3c.de/Trans/WAI/checkpunkt-liste.html

Die Richtlinie der WAI umfasst 66 Regeln eingeteilt in drei Prioritätsstufen:
Stufe 1: 17 Regeln
(Diese Seite entspricht zurzeit Stufe 1 WAI A)

Stufe 2: 33 Regeln
(Hier verletzt diese Seite 2 Regeln.)

Stufe 3: 16 Regeln deren Verletzung keine nachrangigen Folgen haben

Unser Ziel (und das von vielen anderen hoffentlich auch!) ist es jetzt kurzfristig Stufe 2 einzuhalten. Das ist insbesondere bei Bloggs gar nicht so schwer, hier haben die Programmierer der Blogg-Software (hier: WordPress) schon ganze Arbeit geleistet.

UPDATE: Diese Seite ist jetzt nach WCAG 2 zertifiziert. Die Fehler: User bei Externen Links nicht informiert und die Seite funktioniert nur mit CSS wurden behoben. Hier eine guter Validator: valet.webthing.com

Was haben nicht behinderte Menschen davon?

Freitag, September 24th, 2004

Webseiten die barrierefrei Gestaltet wurden haben viele Vorteile:
– Funktionieren ohne Grafiken auch auf anderen Ausgabemedien wie Handy, Palm und Sprachausgabe.
– Geringere Ladezeiten
– Mit jedem Browser kompatibel
– Sind Standardkonform
– Sind besser von Suchmaschinen indizierbar

Was ist überhaupt barrierefreies Webdesign

Freitag, September 24th, 2004

Diese Frage wird mir häufig gestellt. Im Angloamerikanischem Raum wird das Thema
unter dem Stichwort Accessibility geführt. Übersetzt bedeutet das: Zugänglichkeit.

Gemeint ist hierbei die Zugänglichkeit der Inhalte einer Webseite für jede Zielgruppe. Das verdeutlicht auch ein Problem von barrierefreiem Internetdesign! Dieses für jede Zielgruppe zu schaffen ist nicht möglich, Ein blinder Mensch hat ganz andere Bedürfnisse, als ein Mensch der halbseitig gelähmt ist. Man kann deshalb immer nur versuchen barrierefreiere Internetseiten zu bauen.

barrierefreies Internet

Dienstag, September 21st, 2004

… bezeichnet Internet-Angebote, insbesondere Webseiten, die von gehandikapten Menschen problemlos genutzt werden können. Da dies faktisch nur selten vollständig erreicht werden kann, sagt man dazu auch barrierearm oder zugänglich.
Als Behinderte im Internet werden allgemein besonders die Blinden angesehen. Hier ist eine Aufstellung der Behinderungen, die die Nutzung des Internets einschränken:

Blinde benötigen gute Quelltext-Struktur, Informationen in Form von Text, Seiten ohne Frames und evt. spezielle unsichtbare Links

Sehschwache benötigen Skalierbarkeit der Schrift im Browser, Kontrolle über die Farbe von Schrift und Hintergrund, keine blinkenden oder animierten Texte, etc.

Farbenblinde/Rot/Grün-Sehschwäche: Diese Gruppe braucht starke Kontraste und klare Schriften

Personen mit Spastik oder sonstigen motorischen Störungen, die keine Maus bedienen können, müssen mit der Tastatur navigieren.

Lernbehinderte verstehen keine langen Texte, komplexe Schachtelsätze und Anglizismen sowie komplexe Navigationen auf Websites

Einige Gehörlose verfügen über einen wesentlich kleineren Wortschatz als Hörende haben.

Kognitive Behinderungen implizieren erschwerte Bedingungen, die Inhalte von Webseite zu verstehen.

Statistisch gesehen sind Menschen mit Behinderung überdurchschnittlich häufig im Internet. Es ist zu wenig bekannt, dass sich blinde und sehbehinderte Nutzer Webseiten per Software vorlesen oder in Braille-Schrift ausgeben lassen. Bei der Gestaltung von Webangeboten (siehe Webdesign) wird die Farbgebung zumeist gewählt, ohne auf Menschen mit Rot/Grün-Sehschwäche Rücksicht zu nehmen; Schaltflächen und Navigations-Elemente sind für Menschen mit motorischen Schwächen kaum zu erreichen und Sehbehinderte sind bei einer Navigation aus Bildern oder gar Java oder Flash-Elementen bestehend benachteiligt.

Sie alle benötigen aber Internet-Angebote, die ihren besonderen Bedürfnissen gerecht werden.

Die Lage:

In Deutschland gelten acht Millionen Menschen als behindert. Vier von fünf Menschen mit Behinderungen nutzen inzwischen das World Wide Web. Bereits im Juni 1996 wurde der Artikel 3 des Grundgesetzes geändert:

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Zum 1. Mai 2002 ist das „Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen und zur Änderung anderer Gesetze“ (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG) vom 27. April 2002 in Kraft getreten. Ziel des Bundesgesetzes ist es,
„die Benachteiligung von behinderten Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen? (§ 1, Gesetzesziel).

In diesem Gesetz hat der Bund Regelungen zur Herstellung von Barrierefreiheit für seine Verwaltung gesetzt, die auch die Informationstechnik betreffen. Dabei verpflichtet sich die Bundesverwaltung u.a., ihre Internet- und Intranet-Angebote grundsätzlich barrierefrei zu gestalten. Eine entsprechende Rechtsverordnung (Barrierefreie Informationstechnik Verordnung – BITV) von Bundesinnenministerium und Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung regelt die Maßgaben hierfür. Die Anlage 1 der Rechtsverordnung enthält keine Vorgaben zur grundlegenden Technik (Server, Router, Protokolle), sondern listet Anforderungen auf, die sich an den Richtlinien der WAI orientieren. Der Bund führt zwei Prioritäts-Stufen mit insgesamt 28 Anforderungen und über 60 zu erfüllende Bedingungen auf. Für die Anpassung bestehender Angebote ist eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2005 vorgesehen; neue Angebote haben die Regelungen sofort zu berücksichtigen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Barrierefreies_Internet aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, dort kann man den Artikel bearbeiten

Warum noch ein Weblog zum Thema?

Donnerstag, September 2nd, 2004

Warum noch ein Weblog zum Thema Barrierefreiheit?

Weil nur selbst erarbeitetes Wissen wirklich hängen bleibt. Darum dieses Weblog. Es zwingt uns dazu sich mit der Thematik Barrierefreiheit oder auch engl. Accessibility zu beschäftigen.

Dieses ist auch schon aus Eigennutz wichtig! Wir schreiben besseren Quellcode, die Webseiten werden in Suchmaschinen besser gefunden, Wir produzieren schenller und effizienter!

Jeder der sich professionell mit der Erstellung von Webseiten beschäftigt, soll das auch unter dem Stichwort Barrierefreiheit tun.

Dieses Blog dient dazu Wissen zu sammeln und zu vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Meier
(Geschäftsführer der Firma bitbox)

Impressum

Mittwoch, September 1st, 2004

Dieses Weblog wird geschrieben von der Firma bitbox / den Mitarbeitern.

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21337 Lüneburg

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Fax: +49-(0)4131-400 48-10
Mailto: kontakt@bitbox.de

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